Abiturfeier Gymnasium ehrt 83 Absolventen
Marktoberdorf | hkw | „Viel mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft. Denn in ihr gedenke ich zu leben." Dieses Zitat Albert Einsteins stellten die Abiturienten¬sprecher Wolfgang Bennarndt und Emel Becerik bei der Abiturfeier am Gymnasium Marktoberdorf - stellvertretend für jeden der 83 Abiturienten - ans Ende ihrer Rede. „Jeder wird jetzt seinen eigenen Weg gehen", betonte Bennarndt. Aufbruchstimmung lag in der Luft.
Unter den 83 Abiturienten, die gestern mit der Allgemeinen Hochschulreife in die Freiheit entlassen wurden, erzielten fünf Mädchen einen Notendurchschnitt von 1,4 und besser. Diese erhielten von Rotary-Präsident Prof. Dr. Klaus Ruprecht je 100 Büro („Preis für Fleiß"). Einser-Schnitte erreichten noch weitere der künftigen „Leistungsträger", die der optimistisch gestimmte Schulleiter Wilhelm Mooser verabschiedete. „Unsere Zukunft liegt in Eurer Hand", sagte der Schulleiter.
Jeder, der sich bemühe, erhalte einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Insofern sei das bestandene Abitur ein „Freifahrtschein in eine glänzende Zukunft", so Mooser.
Entgegen aller öffentlichen Kritik halte er das Gymnasium für „ein Bollwerk der Wirtschaftskraft". Besonders ein musisches Gymnasium wie das in Marktoberdorf trage zudem erheblich zum „Kulturstaat Bayern" bei.
Gegen „hemmungslosen" Individualismus
Zu wenig werde in der Öffentlichkeit außerdem über die „persönlichkeitsbildenden Leistungen" der Schule gesprochen. So versuche das Gymnasium stets, seinen Absolventen soziale Kompetenzen zu vermitteln. „Hemmungsloser" Individualismus, mit dem „Falco" in seinem Lied „Egoist" oder die A-cappella-Gruppe „Die Prinzen" in „Du musst ein Schwein sein" provozieren, sei nicht der Rat seiner Schule, so Mooser.
Mit Bezug auf dessen Rede bedankten sich die Abiturientensprecher Wolfgang Bennarndt und Emel Becerik bei den Lehrern, die sich für ihren Bildungsweg einsetzten „und dabei nicht vor unbezahlten Über-stunden zurückschreckten". Ihre 13 Schuljahre seien nicht nur mit Stress und schlaflosen Nächten, sondern auch mit viel Spaß „vollgepackt" gewesen. Bei der Preisverleihung an besonders engagierte Schüler unterlief dem Elternbeiratsvorsitzenden Geoffrey Cheeseman dann eine Panne: Von den 14 Schülern mit ausgezeichneten Facharbeiten (15 Punkte) nannte er nur zehn. Preise für soziales Engagement erhielten - neben beiden Abiturientensprechern - Maria Ophoven für ihre Arbeit bei der SMV (Schülermitverwaltung), Tutorin Andrea Bartl (SMV), Julian Kees (SMV, Schüler-, Abiturzeitung) und Schülersprecher Gerry Lind.
Der ehemalige Schulleiter Klaus Romberg zeichnete im Namen der „Freunde und Förderer des Gymnasiums" je einen besonders erfolgreichen Vertreter beider Schulzweige (musisch und naturwissenschaftlich-technologisch) aus: Der vielfache „Jugend musiziert"-Preisträger Yi Lin Jiang (Klavier) erhielt einen Geldpreis für seine weitere Ausbildung am Mozarteum Salzburg, „Jugend forscht"-Abräumer Felix Jankowski einen Modell-Bausatz.
Dominik Rauch und Wolfgang Bennarndt wurden von der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft" ausgezeichnet, Sarah Haf für ihre Leistungen im Fach Französisch mit dem Apollinaire-Preis der Robert-Bosch-Stiftung.
Aus der Allgäuer Zeitung vom 28. 6. 2008 Lokalteil Marktoberdorf
Unter den 83 Abiturienten, die gestern mit der Allgemeinen Hochschulreife in die Freiheit entlassen wurden, erzielten fünf Mädchen einen Notendurchschnitt von 1,4 und besser. Diese erhielten von Rotary-Präsident Prof. Dr. Klaus Ruprecht je 100 Büro („Preis für Fleiß"). Einser-Schnitte erreichten noch weitere der künftigen „Leistungsträger", die der optimistisch gestimmte Schulleiter Wilhelm Mooser verabschiedete. „Unsere Zukunft liegt in Eurer Hand", sagte der Schulleiter.
Jeder, der sich bemühe, erhalte einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Insofern sei das bestandene Abitur ein „Freifahrtschein in eine glänzende Zukunft", so Mooser.
Entgegen aller öffentlichen Kritik halte er das Gymnasium für „ein Bollwerk der Wirtschaftskraft". Besonders ein musisches Gymnasium wie das in Marktoberdorf trage zudem erheblich zum „Kulturstaat Bayern" bei.
Gegen „hemmungslosen" Individualismus
Zu wenig werde in der Öffentlichkeit außerdem über die „persönlichkeitsbildenden Leistungen" der Schule gesprochen. So versuche das Gymnasium stets, seinen Absolventen soziale Kompetenzen zu vermitteln. „Hemmungsloser" Individualismus, mit dem „Falco" in seinem Lied „Egoist" oder die A-cappella-Gruppe „Die Prinzen" in „Du musst ein Schwein sein" provozieren, sei nicht der Rat seiner Schule, so Mooser.
Mit Bezug auf dessen Rede bedankten sich die Abiturientensprecher Wolfgang Bennarndt und Emel Becerik bei den Lehrern, die sich für ihren Bildungsweg einsetzten „und dabei nicht vor unbezahlten Über-stunden zurückschreckten". Ihre 13 Schuljahre seien nicht nur mit Stress und schlaflosen Nächten, sondern auch mit viel Spaß „vollgepackt" gewesen. Bei der Preisverleihung an besonders engagierte Schüler unterlief dem Elternbeiratsvorsitzenden Geoffrey Cheeseman dann eine Panne: Von den 14 Schülern mit ausgezeichneten Facharbeiten (15 Punkte) nannte er nur zehn. Preise für soziales Engagement erhielten - neben beiden Abiturientensprechern - Maria Ophoven für ihre Arbeit bei der SMV (Schülermitverwaltung), Tutorin Andrea Bartl (SMV), Julian Kees (SMV, Schüler-, Abiturzeitung) und Schülersprecher Gerry Lind.
Der ehemalige Schulleiter Klaus Romberg zeichnete im Namen der „Freunde und Förderer des Gymnasiums" je einen besonders erfolgreichen Vertreter beider Schulzweige (musisch und naturwissenschaftlich-technologisch) aus: Der vielfache „Jugend musiziert"-Preisträger Yi Lin Jiang (Klavier) erhielt einen Geldpreis für seine weitere Ausbildung am Mozarteum Salzburg, „Jugend forscht"-Abräumer Felix Jankowski einen Modell-Bausatz.
Dominik Rauch und Wolfgang Bennarndt wurden von der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft" ausgezeichnet, Sarah Haf für ihre Leistungen im Fach Französisch mit dem Apollinaire-Preis der Robert-Bosch-Stiftung.
Aus der Allgäuer Zeitung vom 28. 6. 2008 Lokalteil Marktoberdorf

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