Mittwoch, 25. Juni 2008

Marktoberdorfer Schüler gewinnt Mikroelektronik-Preis


Beim Schülerwettbewerb Mikroelektronik des Fraunhofer Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) konnte der Marktoberdorfer Gymnasiast Felix Jankowski seine Siegesserie fortsetzen. Zuvor war er bereits bei „Jugend forscht“ und beim Siemens-Wettbewerb für Naturwissenschaften erfolgreich (wir berichteten). Auch die Jury des Fraunhofer Instituts konnte er mit seiner mikroprozessorgesteuerten Schaltung überzeugen, die die Standby-Verluste von Unterhaltungselektronik fast auf Null zu reduzieren vermag. Am Mittwoch fand in Erlangen die feierliche Preisverleihung statt.

In Erstaunen versetzte er dabei die Jury mit dem Wunsch, sein Preisgeld von 500 Euro nicht für sich zu behalten, sondern an seine Schule weiterzugeben. "Das Marktoberdorfer Gymnasium hat mir in den vergangenen Jahren eine ausgezeichnete Ausbildung ermöglicht, da möchte ich etwas an meine Schule zurückgeben“, begründet der scheidende Abiturient seine Spende. Er verschweigt dabei allerdings, dass sein Studium bereits mit dem Stipendium aus dem Siemens-Wettbewerb finanziert ist.

Sein Lehrer Ulrich Neumann, der auch die physikalische Gerätesammlung betreut, freut sich über die unerwartete Finanzspritze: „Wir werden die Spende wieder dazu verwenden, die Arbeitsmöglichkeiten in unserem experimentellen Schülerpraktikum weiter auszubauen, so wie wir das bereits bei den letzten Wettbewerbserfolgen gemacht haben.“ Wegen der rasanten technologischen Entwicklung sind sogenannte Drittmittel zu einem wesentlichen Finanzierungsbaustein geworden, um einen modernen Unterricht in den Naturwissenschaften zu gestalten. Hierbei sollen sich entsprechend den didaktischen Erkenntnissen die Schüler selbstständig mit Phänomenen und technischen Anwendungen auseinandersetzen.

Bei Felix ist dieses Konzept jedenfalls schon aufgegangen, er wird der Technik weiterhin treu bleiben. Im Herbst beginnt er sein Studium für Elektrotechnik an der Technischen Universität München. Aber auch eine ganze Reihe seiner Mitschüler hat bereits Studienziele im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich gesteckt. Angesichts des drohenden Ingenieurmangels ist dies sicherlich eine Entwicklung, die Grund zur Hoffnung bietet.